Gestern. Heute. Morgen: HOLZ

Gestern. Heute. Morgen: HOLZ

Ob Einfamilienhäuser oder Wohnbauten, Kindergärten, Schulen oder Pflegeheime - mit Holz können wir uns jetzt aus der Corona-Wirtschaftskrise UND aus der Klimakrise gleichermaßen herausbauen.

Wer Holz nützt, baut klimafreundlich und sichert heimische Arbeitsplätze.

Holz nützen heißt Klima schützen.


Short Facts:

  • Holz ist Österreichs Rohstoff Nr. 1 und seit jeher ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

  • 300.000 Menschen in Österreich leben von Wald & Holz.

  • Die österreichische Holzwirtschaft stärkt die Regionen.

  • Heimische Holz-Unternehmen sind Weltmarktführer, insbesondere im Holzbau.

  • Holz macht Bauen klimafreundlich: 1 Kubikmeter Holz bindet 1 Tonne CO2.

  • Häuser aus Holz wirken wie ein zweiter Wald.

  • Nachhaltige Forstwirtschaft erhält die Wälder & macht Holz verfügbar.

  • In Österreichs Wäldern wächst mehr Holz nach, als geerntet wird.


Videoclip: Heimische Wirtschaft stärken & Klima schützen durch Holzbau

Arbeitsplätze in den Regionen durch Wald & Holz

Fast 50 Prozent der Fläche Österreichs sind Wald. Wälder und Holz zu nützen, sichert seit Generationen Wohlstand und Arbeitsplätze in Österreich. 300.000 Menschen hierzulande leben von Wald & Holz. Anders als viele andere Wirtschaftszweige ist die Holzwirtschaft aufgrund der Nähe zum Rohstofflieferanten Wald stark in ländlichen Regionen verankert und daher der größte Investor sowie wichtiger Impuls- und Arbeitgeber in sonst strukturschwachen Gebieten.

Holz - Rohstoff Nr. 1 und Wirtschaftsfaktor

Die Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette Holz  - von Forstwirtschaft über holzverarbeitende Industrie bis zu Zimmereien und Tischlereien - erwirtschaften einen jährlichen Produktionswert von rund 12 Milliarden Euro. Gemessen am Exportüberschuss ist der Holzsektor die zweitwichtigste Wirtschaftsbranche nach dem Tourismus in Österreich. Produkte und Knowhow heimischer Holz-Unternehmen sind weltweit gefragt. Viele Unternehmen sind, insbesondere im Bereich des Holzbaus, aus den Regionen heraus zu Weltmarktführern geworden und sichern dadurch heute mehr denn je Arbeitsplätze in den ländlichen Regionen.

Holz macht Bauen klimafreundlich

Österreich will bis 2040 klimaneutral werden. Gebäude und der Bausektor spielen dabei eine wesentliche Rolle. Neben dem Energieverbrauch beim Betrieb unserer Gebäude, gilt es zunehmend auch die „Graue Energie“, die von der Errichtung bis zur Entsorgung aufgebracht werden muss, zu berücksichtigen. Holz als nachwachsendes und CO2-bindendes Baumaterial kann wesentliche Beiträge zu mehr Klimaschutz im Baubereich leisten. Die Forcierung des Holzbaus steht als Klimaschutz-Maßnahme im Regierungsprogramm 2020-2024 der österreichischen Bundesregierung.

1 Kubikmeter Holz bindet 1 Tonne CO2

Holz entsteht im Wald und braucht dazu nur Erde, Wasser, Licht und Luft. Im Prozess seiner Entstehung wird der Umgebungsluft durch den Baum CO2 entzogen. Dieses CO2 bleibt im Holz gebunden (weil der Kohlenstoff daraus im Holz gespeichert wird), so lange das Holz nicht verrottet oder verbrannt wird. Häuser aus Holz binden CO2 über ihre gesamte Lebensdauer. Sie wirken als Kohlenstoffspeicher wie ein zweiter Wald.

Holz wächst & wächst & wächst

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. In Österreichs Wäldern entsteht jede Sekunde 1 Kubikmeter Holz. Dank nachhaltiger Waldbewirtschaftung wächst mehr Holz nach, als geerntet wird. Von den 30 Mio. Kubikmetern Holz, die jährlich nachwachsen, werden nur rund 26 Mio. geerntet. Ein Drittel des jährlichen Holzzuwachses in Österreich würde bereits genügen, um das gesamte Hochbauvolumen eines Jahres in Holz zu errichten. In der Zeit, in der Holz verbaut in Häusern genützt wird, wächst es im Wald wieder nach. Somit stellt Holz einen tatsächlich nachhaltigen Baustoff dar.

Endliche Rohstoffe verursachen CO2

Endliche Rohstoffe stehen nicht nachhaltig zur Verfügung. Sie werden viel schneller verbraucht, als sie entstehen, und gehen daher irgendwann zu Ende. Österreich deckt seinen Materialverbrauch derzeit noch zu drei Vierteln über endliche Rohstoffe und nur zu einem Viertel über nachwachsende Rohstoffe wie Holz. Vor allem fossile Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle sowie nicht-metallische Mineralstoffe wie Sand, Kies etc. werden genützt. Letztere machen mehr als die Hälfte des gesamten Ressourcenverbrauchs aus und fließen als Baurohstoffe vorwiegend in den Bausektor. Die Nutzung endlicher Rohstoffe ist für einen Großteil der CO2-Emissionen verantwortlich, die den Klimawandel verursachen. Nicht nur beim Verbrennen fossiler Energieträger, auch bei der Weiterverarbeitung mineralischer Baurohstoffe zum Bauprodukt werden große Mengen CO2 frei.

Holz ersetzt endliche Rohstoffe

Holz ersetzt Produkte und Materialien aus endlichen Rohstoffen und vermeidet dadurch den CO2-Ausstoß, den diese verursachen würden. Dieser sogenannte Substitutionseffekt ist der noch größere Hebel, den Holz im Klimaschutz leisten kann, als die CO2-Bindung im Holz selbst. Die aktuell pro Jahr mit Holz aus österreichischen Wäldern in Österreich hergestellten Holzprodukte (= stofflich genutztes Holz, darunter fallen Bauelemente, Fenster, Türen, Möbel, Böden etc.) vermeiden durch Substitution 8 Mio. Tonnen CO2. Das entspricht einem Zehntel der gesamten jährlichen Treibhausgasemissionen Österreichs - oder den jährlichen CO2-Emissionen aller zugelassenen PKW in Österreich. Dieser Effekt lässt sich durch verstärkte Holzverwendung noch deutlich steigern.

Holzverwendung hilft den Wäldern

Österreichs Wälder werden seit Jahrhunderten vom Menschen gepflegt und genützt. Das Ergebnis sind intakte Wälder, die alle wichtigen Waldfunktionen erfüllen (Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Erholungsraum für den Menschen, Schutz vor Naturgefahren etc.) und den Rohstoff Holz zur Verfügung stellen. Aktive Forstwirtschaft kümmert sich um den Erhalt der Wälder. Da nicht mehr geerntet wird, als wieder nachwächst, nehmen Waldfläche und Holzvorrat in Österreich stetig zu. 

Eine Bedrohung für die Wälder stellt der Klimawandel mit steigenden Temperaturen und Trockenheit dar. Viele Baumarten geraten unter Stress und werden anfälliger für Schädlinge, Pilze etc. Vor allem Schäden durch Borkenkäfer haben zuletzt stark zugenommen. Das enorme Tempo des vom Menschen verursachten Klimawandels überfordert die Wälder und sie kommen in der natürlichen Anpassung an die neuen Gegebenheiten nicht nach. Forstliche Pflegemaßnahmen und das Anpflanzen geeigneter Baumarten helfen bei der Anpassung an den Klimawandel. Um die Wälder für die Zukunft zu erhalten, muss aber vor allem die weitere Erwärmung der Erde aufgehalten werden. Das gelingt unter anderem mit Holz - einem Rohstoff, der CO2 bindet anstatt verursacht und eine Alternative zu endlichen Rohstoffen darstellt. Mehr Holzverwendung hilft so am Ende auch den Wäldern.

Kostenfreie Holzbaufachberatung

proHolz Austria bietet eine firmenneutrale und kostenfreie Holzbaufachberatung für alle, die jetzt in Holz bauen wollen, an. Bauherren (insbesondere Gemeinden), Bauträger und Architekten können sich in allen Fragen des Holzbaus (Ausschreibung, Projektentwicklung, technische Umsetzung etc.) wenden an:

Bernd Höfferl, Holzbaufachberater von proHolz Austria
Mail: hoefferl(at)proholz.at
Tel.: 0664/610 98 95 

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