HoHo Wien - Holzhaus höher denn je wächst in den Himmel

HoHo Wien © Schreinerkastler und cetus Baudevelopment GmbH

In Wien Aspern entsteht mit dem HoHo das bislang höchste Holzhaus der Welt.

Die Bauarbeiten für das höchste Holzhaus der Welt in Wien Aspern sind in vollem Gang. 24 Stockwerke fast ganz aus Holz werden errichtet.

Holz liegt international im Trend. Immer öfter kommt der nachwachsende Baustoff in Städten zum Einsatz. In London, Mailand,  Melbourne, Vancouver und anderen Metropolen stehen bereits Hochhäuser aus Holz. Holz ist die nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Baustoffen: Es wächst laufend im Wald nach und es bindet CO2. Zudem punktet Holz mit kurzen Bauzeiten, geringem Gewicht, hoher Präzision dank hohem Vorfertigungsgrad und Erdbebensicherheit. In Wien entsteht mit dem HoHo ein weiteres Exempel für die enormen Potentiale des modernen Holzbaus.

1 Stockwerk in 10 Tagen

Seit Keller und Tiefgarage als Rohbau fertiggestellt sind, stapelt sich das HoHo rasant in die Höhe. Rund um einen aussteifenden Betonkern dockt die Holzkonstruktion mit Holzstützen, Holz-Beton-Verbunddecken und Wänden aus Massivholz an. Die Holzelemente kommen vorgefertigt aus dem Werk und werden zeitgerecht dann, wenn sie gebraucht werden, auf der Baustelle angeliefert. Dort werden sie wie in einem Baukastensystem passgenau zusammengefügt. Die Montage der Holzfertigteile geht schnell. Nur rund 10 Tage dauert die Errichtung eines Stockwerks im Schnitt. Ein Gebäudeteil mit 6 Stockwerken steht bereits.

Verbautes Holz wächst in 1 h und 17 min im Wald wieder nach

Das HoHo Wien umfasst insgesamt 5 Baukörper, der höchste davon wird 24 Stockwerke bzw. 84 Meter hoch. Der Holzbauanteil ab Erdgeschoß wird 75 Prozent betragen. Rund 4.600 Kubikmeter Holz werden verbaut. Das Holz kommt aus nachhaltig bewirtschafteten heimischen Wäldern und wächst dort in 1 Stunde und 17 Minuten wieder nach. Von den 30 Millionen Kubikmetern Holz, die insgesamt jährlich in Österreich nachwachsen, werden nur rund 26 Millionen Kubikmeter genutzt. Die restlichen 4 Millionen Kubikmeter verbleiben im Wald und vergrößern stetig den Holzvorrat.

Holzatmosphäre innen

Von außen wird der Holzbau beim HoHo zu keinem Zeitpunkt als solcher erkennbar sein. Auf die Massivholzwände werden bereits im Werk Dampfsperren als Witterungsschutz aufgebracht. Gleichzeitig mit dem Holzbau wird geschoßweise die Fassade mitgezogen. Bei den ersten beiden Stockwerken wird eine Lärchenschalung angebracht, ab dem dritten Stockwerk werden Faserzementplatten aus 100 Prozent natürlichen Rohstoffen vorgehängt. Innen hingegen sind die Holzoberflächen unverkleidet, zukünftige Mieter können das Holz sehen, spüren und erleben. 

Daten & Fakten

HoHo Wien
Standort: Wien, Seestadt Aspern
Bauherr: cetus Baudevelopment GmbH
Architektur: RLP Rüdiger Lainer+Partner
Nutzung: gemischte Nutzung (Büros, Hotel, Wellness etc.)
Bruttogesamtfläche: 25.000 m²
Höhe: 84 Meter, 24 Stockwerke
Baustart: 2016
Fertigstellung: voraussichtlich 2018

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