Holz als Beruf: Genialer Stoff. Geniale Jobs

Hoch hinaus mit einem Holzjob © proHolz Austria Severin Wurnig

Mit einem Holzjob die Karriereleiter nach oben steigen

Die Holzwirtschaft ist einer der größten Arbeitgeber in Österreich. Holz bietet Green Jobs mit Zukunft, spannende Arbeitsfelder zwischen Natur und Technik und vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten von Lehre bis Universität.

Österreich besteht zur Hälfte aus Wald, Holz ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Landes - entsprechend dreht sich eine Vielzahl von Arbeitsplätzen rund um den Roh- und Werkstoff Holz. 300.000 Menschen in Österreich beziehen ein Einkommen aus Wald & Holz. Bei aktuell rund 4,3 Millionen Erwerbstätigen in Österreich heißt das, dass etwa jeder 14. von der  Wertschöpfungskette Holz lebt. Die Forst- und Holzwirtschaft ist einer der wichtigsten Arbeitgeber des Landes. Zum Vergleich: Im Gesundheits- und Sozialwesen arbeiten rund 270.000 Menschen, im Bau 260.000, im Gastgewerbe 216.000 Menschen. 

Boomende Wirtschaftszone Wald

Das Spektrum der beruflichen Möglichkeiten reicht von forstlichen Tätigkeiten in der Waldbewirtschaftung über die Verarbeitung des Holzes in der Holzindustrie bis zum Holzhandel und der Verwendung des Werkstoffs Holz im Holzbau und in Tischlereien.

Der Branche punktet mit einem nachhaltigen Zukunftskonzept: Sie nutzt den regional verfügbaren, nachwachsenden Rohstoff Holz und stellt unter Anwendung modernster Technologien innovative Produkte her.

Holz hat in Zeiten von Klimawandel und Ressourcenwende das Zeug zu dem Werk- und Baustoff des 21. Jahrhundert zu werden. Als nachwachsender Rohstoff, der endliche Ressourcen und Baustoffe ersetzen kann, ist Holz heute gefragter denn je. Wer mit Holz arbeitet, arbeit an einer klimafreundlichen Zukunft mit.

Holz verbindet Natur mit Technik. Holz wächst im Wald, es riecht gut und fühlt sich gut an. Österreichische Unternehmen verarbeiten den genialen Stoff aus der Natur zu High End-Produkten - vom Renn-Ski bis zu Bausystemen, mit denen heute sogar Hochhäuser gebaut werden. Wer mit Holz arbeitet, arbeitet mit modernster Technik am Puls der Zeit.

Holz bietet sichere heimische Arbeitsplätze. Der Sektor Holz ist regional und international zugleich. Die Arbeitsplätze finden sich großteils in sonst strukturschwachen ländlichen Regionen, in der Nähe der Wälder, die den Rohstoff liefern. Die hergestellten Produkte finden Absatz in der ganzen Welt. Über Generationen haben österreichische Unternehmen einzigartiges Knowhow aufgebaut und sich zu Weltmarktführern entwickelt. Wer mit Holz arbeitet, arbeitet im sicheren Umfeld einer boomenden Branche.
 

Lehre von Forstarbeiter über Holztechniker bis Tischler

In zahlreichen Lehrberufen bildet die Forst- und Holzwirtschaft Fachkräfte von morgen aus. Forstfacharbeiter und Forsttechniker arbeiten die meiste Zeit unter freiem Himmel direkt im Wald. Sie kümmern sich um Aufforstung, Waldpflege und Holzernte. Dabei setzen sie modernste Holzernte- und Holzbringungsmaschinen ein. Holztechniker verarbeiten Rundholz (Baumstämme) zu Schnittholz (Bretter, Platten, Latten) weiter und üben dabei einen inzwischen sehr technischen Beruf aus. Sie programmieren computergesteuerte Holzbearbeitungsmaschinen und stellen fertige Produkte wie Fenster, Türen, Möbelteile oder Spanplatten her. Tischler bzw. Tischlereitechniker stellen in handwerklicher Tätigkeit Möbel, Fenster, Türen oder Bauteile her bzw. planen die Detailausführung mit CAD-Programmen und setzen CNC-Maschinen ein. Zimmerer fertigen Dachstühle, Wand- und Deckenkonstruktionen an, sie stellen - wie auch Fertigteilhausbauer - Elemente für Holzfertigteilbauten her und montieren diese vor Ort. Skibautechniker und Papiertechniker arbeiten in den entsprechenden Sparten der Holzindustrie und haben ebenfalls mit computergesteuerten Maschinen, CNC-Anlagen, Fräsautomaten und ähnlichem zu tun.
 


Die Lehre verbindet Lernen und Arbeiten in einem Betrieb mit dem Besuch einer Berufsschule. Fachschulen liefern Theorie und Praxis aus einer Hand und schließen ebenso wie die Lehre mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung ab. Berufsbildende höhere Schulen (insbesondere HTLs) gibt es in den Bereichen Holzbau, Holzwirtschaft, Holztechnik, Möbelbau und -design sowie Forstwirtschaft. Sie kombinieren abgeschlossene Berufsausbildung und Reifeprüfung. Weiterführend stehen Kolleg, Fachhochschule und Universität zur Auswahl.
 

Einzigartige Ausbildung am Holztechnikum Kuchl

Auf hohem Niveau ausgebildete Nachwuchskräfte sichert sich die österreichische Holzwirtschaft mit dem Holztechnikum Kuchl. Die Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht ist sozusagen die Kaderschmiede der Branche. Hier werden eine Fachschule für Holzwirtschaft, eine HTL für Wirtschaftsingenieure / Holztechnik sowie eine Werkmeisterschule Holztechnik - Produktion angeboten. Ebenso ist am Standort Kuchl die Landesberufsschule für die Lehrberufe Tischlerei, Tischlereitechnik und Holztechnik beheimatet.

Jobs bieten die insgesamt 172.000 Betriebe entlang der Wertschöpfungskette Holz (Forst, Holzindustrie, Holzhandel, Tischlerei- und Holzbaubetriebe, Papierindustrie). Gemeinsam erwirtschaften diese Unternehmen einen Produktionswert von rund 12 Milliarden Euro.
 

HolzjobsBerufeLehreAusbildung