Im Wald wächst unser Rohstoff Nummer 1

Im Wald wächst unser Rohstoff Nummer 1

Holz ist im Waldland Österreich der wichtigste Rohstoff und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Im Wald wächst mehr Holz nach als genutzt wird. Der Holzvorrat nimmt zu.

Knapp die Hälfte von ganz Österreich ist mit Wald bedeckt. 47,6 Prozent der Staatsfläche sind Wald. Unser Land zählt zu den waldreichsten Ländern Europas mit einem hohen, stetig wachsenden Holzvorrat und zunehmender Waldfläche.

Plus 5.500 Fußballfelder Wald pro Jahr

Die Waldfläche von insgesamt 4 Millionen Hektar nimmt jedes Jahr um weitere 4.000 Hektar zu. Das entspricht rund 5.500 Fußballfeldern. 1.135 Millionen Kubikmeter Holz stehen in den Wäldern zur Nutzung bereit. Mit diesem Holzvorrat liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld. 30 Millionen Kubikmeter Holz wachsen jährlich nach, davon werden nur rund 26 Millionen genutzt. Die restlichen 4 Millionen Kubikmeter Holz verbleiben im Wald und vergrößern stetig den Holzvorrat.  

Es wird nie mehr geerntet als nachwächst

Die guten Walddaten beruhen auf einer seit Generationen konsequent verfolgten nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Österreichs Wälder sind Kulturwälder, d.h. sie werden seit Jahrhunderten durch den Menschen gepflegt und genutzt. 82 Prozent der Wälder gehören privaten Waldbesitzern, nur 18 Prozent sind öffentliche Wälder. Seit etwas mehr als 160 Jahren schreibt eines der weltweit strengsten Forstgesetze allen Waldbesitzern die nachhaltige Bewirtschaftung verpflichtend vor: Es darf nicht mehr geerntet werden als nachwächst. Bei der Pflege und Nutzung der Wälder muss gesichert sein, dass biologische Vielfalt, Produktivität und Regenerationsvermögen jetzt und in Zukunft erhalten bleiben.

Waldbewirtschaftung und Holzverwendung sichern Arbeitsplätze

Der Wald liefert Holz – den bedeutendsten Rohstoff, den wir in Österreich haben. Die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder bringt den Menschen in unserem Land Arbeitsplätze und Wohlstand. 300.000 Menschen beziehen ein Einkommen aus Wald und Holz. Die Holzwirtschaft ist der größte Investor im ländlichen Raum und schafft Arbeitsplätze vor allem in strukturschwachen Regionen.

Volkswirtschaftliche Effekte

Die Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette Holz  - von Forstwirtschaft über holzverarbeitende Industrie bis zu Zimmereien und Tischlereien - erwirtschaften einen jährlichen Produktionswert von rund 12 Milliarden Euro. Eine deutsche Studie kommt zum Ergebnis, dass  der Wertschöpfungseffekt der Holznutzung beim 10-fachen des eingesetzten Rohstoffwerts liegt. 100 Kubikmeter verarbeitetes Holz entsprechen in etwa der Wertschöpfung eines durchschnittlichen Vollzeit-Beschäftigten. Für Österreich können ähnliche Werte angenommen werden. 

Weltmarktführer Österreich

Gemessen am Exportüberschuss ist der Holzsektor die zweitwichtigste Wirtschaftsbranche nach dem Tourismus in Österreich. Die österreichischen Betriebe liefern Holzwaren, Holzbauprodukte und Holzbau-Knowhow in die ganze Welt. In einigen Bereichen ist die österreichische Holzwirtschaft Weltmarktführer. So ist die Alpenrepublik etwa weltweit größter Hersteller von Brettsperrholz. Brettsperrholz erlaubt den Einsatz von Holz in den tragenden Strukturen von Gebäuden und bildet die Basis für den weltweiten Holzbauboom.

 

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