Kein Wald bindet so viel CO2 wie ein bewirtschafteter Wald

Kein Wald bindet so viel CO2 wie ein bewirtschafteter Wald © proHolz Austria

Waldbewirtschaftung steigert die Klimaschutzleistung der Wälder

Wälder sind riesige Kohlenstoffspeicher und senken den CO2-Gehalt in der Atmosphäre. Dabei bringen bewirtschaftete Wälder 10-mal mehr für den Klimaschutz als naturbelassene.


3 Milliarden Tonnen CO2 sind in Österreichs Wäldern gebunden. Das ist rund die 35-fache Menge der jährlichen Treibhausgasemissionen in Österreich. Wälder zu bewirtschaften und Holz zu nutzen, macht aus den grünen Lungen noch größere Klimaschützer.

Naturbelassene Wälder sind CO2-neutral

Langfristig gesehen sind Wälder, die sich selbst überlassen werden, CO2-neutral. Auch Bäume wachsen nicht endlos, sondern sterben irgendwann ab und verrotten. Dabei wird der im Holz gespeicherte Kohlenstoff wieder freigesetzt. Gleichzeitig wachsen durch natürliche Verjüngung neue Bäume heran, die wieder CO2 einfangen. Es stellt sich ein biologisches Gleichgewicht mit einem mehr oder weniger gleichbleibenden Kohlenstoffspeicher ein. Der naturbelassene Wald entzieht der Atmosphäre dann aber kaum mehr zusätzliches CO2. Über einen Zeitraum von 300 Jahren betrachtet spart ein nicht bewirtschafteter Wald nur eine halbe Tonne CO2 pro Hektar ein. Das geht aus Untersuchungen auf Basis von 300 Hektar Wald mit idealer Altersklassenverteilung hervor.

Bewirtschaftete Wälder sparen 10-mal mehr CO2 ein

Im Gegensatz zu einem naturbelassenen Wald werden im bewirtschafteten Wald alte Bäume entfernt, bevor sie beginnen zu verrotten und CO2 abzugeben. Das schafft Raum und Licht für neue Bäume, die unter diesen Bedingungen schneller wachsen und wieder aktiv CO2 entziehen. Neuer Kohlenstoffspeicher entsteht, während sich der bisherige Speicher im entnommenen und genutzten Holz fortsetzt. Zugleich werden mit dem verwendeten Holz andere Stoffe, die zusätzliches CO2 verursachen würden, ersetzt. Geht man davon aus, dass das Holz aus dem Wald energetisch genutzt wird und fossile Brennstoffe ersetzt, liegt die CO2-Senkenleistung des bewirtschafteten Waldes bei über 5 Tonnen CO2 pro Hektar (wiederum über 300 Jahre betrachtet). Das ist 10-mal so viel wie im naturbelassenen Wald. Würde man einrechnen, dass Holz vor dem Verbrennen andere Werk- und Baustoffe ersetzt, wäre der Beitrag des bewirtschafteten Waldes zur CO2-Reduktion noch um ein Vielfaches höher.

Waldwirtschaft bringt's

Verantwortungsvoll in die Wälder einzugreifen und sie zu bewirtschaften, macht also einen wertvollen nachwachsenden Rohstoff verfügbar und ist ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz.

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