Land der Wälder, zukunftsreich! Holzwirtschaft in Österreich

Wirtschaftsfaktor Holz in Österreich © proHolz Austria Darko Todorovic

Holz bringt Österreich wirtschaftlich voran.

Holz ist Österreichs Rohstoff Nr. 1 und ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. 300.000 Österreicher leben von nachhaltiger Waldnutzung und Holzwirtschaft.


Halb Österreich (47,6 Prozent der Staatsfläche) ist Wald. Seit Jahrhunderten werden die Wälder wirtschaftlich nachhaltig genutzt und bringen den Menschen im Land Arbeitsplätze und Wohlstand. Waldbesitzer und Forstunternehmen bewirtschaften den Wald und stellen den Rohstoff Holz zur Verfügung. Dabei ernten sie nie mehr als nachwächst, um den Waldbestand nicht zu gefährden. Viele verschiedene Wirtschaftszweige wie die Säge-, Holzwerkstoff-, Möbel-, Ski-, Papier- oder Zellstoffindustrie sowie zahlreiche Tischlereien und Holzbaubetriebe nutzen Holz, verarbeiten es und erzielen damit heimische Wertschöpfung.

Jobs aus dem Wald

172.000 Betriebe entlang der Wertschöpfungskette Holz bieten rund 300.000 Menschen in Österreich ein Einkommen. Die Holzbranche zählt damit zu den größten Arbeitgebern in Österreich. Zum Vergleich: Im Gesundheitswesen arbeiten 248.000 Menschen, im Baugewerbe 246.000 Menschen, im Gastgewerbe 203.000. Im Gegensatz zu den meisten anderen Branchen schafft die Holzwirtschaft Arbeitsplätze am Land und in strukturschwachen Regionen. Die Holzwirtschaft ist der bei weitem größte Investor im ländlichen Raum.

Exportschlager Holz

Insgesamt erwirtschaften die Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette Holz - von Forstwirtschaft über holzverarbeitende Industrie bis zu Zimmereien und Tischlereien - einen jährlichen Produktionswert von rund 12 Milliarden Euro. Gemessen am Exportüberschuss ist der Holzsektor die zweitwichtigste Wirtschaftsbranche in Österreich. Importen im Wert von 5,61 Milliarden Euro stehen Exporte im Wert von 9,46 Milliarden Euro gegenüber. Der Exportüberschuss beträgt 3,5 Milliarden Euro. Lediglich der Tourismus hat mit 8,3 Milliarden Euro eine noch positivere Außenhandelsbilanz.

Der Löwenanteil der Exporte (86 Prozent) geht in die EU bzw. in europäische Länder. Die mit Abstand größten Abnehmer von Produkten der österreichischen Holzindustrie sind die Nachbarländer Deutschland und Italien. In manchen Bereichen ist Österreich Weltmarktführer. So ist die Alpenrepublik weltweit größter Hersteller von Brettsperrholz, das sich besonders für die Errichtung höherer Bauten eignet.

Wirtschaftszweig mit CO2-Ersparnis

Die meisten Wirtschaftszweige sind CO2-Verursacher. Die Holzbranche ist eine rühmliche Ausnahme. Sie stellt ihre Produkte unterm Strich mit einer CO2-Ersparnis zur Verfügung. Denn die Prozesse in der Holzwirtschaft, bei denen der Rohstoff Holz zum fertigen Produkt verarbeitet wird, sind relativ energiearm und verursachen weit weniger CO2, als das Holz zuvor bei seiner Entstehung im Wald gebunden hat. Mit diesen Vorteilen wird Holz auch in Wirtschaftssystemen der Zukunft eine große Rolle spielen. Das Konzept der Bioökonomie eröffnet der Holzbranche große Chancen. Es forciert die effiziente Nutzung nachwachsender Rohstoffe als Alternative zum bisherigen erdölbasierten Wirtschaftssystem.

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Leistungsbericht der Kooperationsplattform Forst Holz Papier mit den wichtigsten Kennzahlen zur Holzwirtschaft in Österreich

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